Kommunale Wärmeplanung für Northeim

Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist, die künftige Wärmeversorgung vor Ort klimafreundlich, sicher und bezahlbar zu gestalten. Dies ist ein sehr komplexer Prozess, bei dem die Stadt Northeim seit Mitte 2025 auch auf die Kooperation mit Partnern setzt. 

Im Zentrum eines umfassenden Planungsprozesses stand die Frage: Wie kann unsere Kommune klimafreundlich warm bleiben? 

Nach über einem Jahr intensiver Analyse liegt seit Mai 2026 ein Wärmeplan vor, der Orientierung für private Haushalte, Unternehmen und die Stadt selbst bietet. 

Auf Grundlage dieser transparenten, nachhaltigen und auf die Bedürfnisse vor Ort abgestimmten Ausarbeitung hat der Rat der Stadt Northeim am 18.06.2026 die Kommunale Wärmeplanung für die Stadt Northeim beschlossen. Demnach soll eine Umsetzung des Maßnahmenplans der Kommunalen Wärmeplanung unter Vorbehalt der Finanzierbarkeit erfolgen.

Was ist kommunale Wärmeplanung?

Die Wärmeplanung ist ein gesetzlich vorgesehener Prozess, den alle Städte und Gemeinden bis spätestens 2028 durchlaufen. 

Nach dem Niedersächsischen Klimagesetz (NKlimaG ) sind Kommunen in Niedersachsen dazu verpflichtet, den Wärmeplan bis Ende 2026 zu beschließen. Dabei ist Northeim gut im Zeitplan. 

Im Anschluss an die detaillierte Umsetzung soll ein langfristiger Wärmeplan vorliegen, der Orientierung für private Haushalte, Unternehmen und die Stadt selbst bietet. 

Wichtig ist jedoch, die Wärmeplanung als strategisches Planungsinstrument zu betrachten, die keine Energieberatung für einzelne Haushalte ersetzt.

Partnerschaft über Stadtgrenzen hinaus

Gemeinsam mehr erreichen

Die Erstellung der lokalen Wärmeplanung für die Stadt Northeim erfolgt im Schulterschluss mit den Städten Hann. Münden und Einbeck, um Synergiepotenziale zu prüfen und eine abgestimmte regionale Wärmestrategie zu fördern. 

Fachlich unterstützt werden die drei Kommunen durch das Hamburg Institut. Das auf die Transformation des Wärmesystems spezialisierte Beratungs- und Forschungsunternehmen begleitet das Projekt seit 2025 und erstellte mit seinem erfahrenen Team die Wärmeplanung zeitgleich in allen drei Städten.

Um die kommunale Wärmeplanung vor Ort mit hoher Priorität voranzutreiben, wurde bereits im Herbst 2024 nach Beschluss durch den Northeimer Stadtrat eine neue Gesellschaft, die Kommunale Dienstleistungen Northeim GmbH (KDN), gegründet. Zur Umsetzung der bedeutenden Aufgaben bedient sich die KDN der Dienstleistung externer Experten. Dazu gehören die ortskundigen und mit der vorhandenen Versorgungsinfrastruktur vertrauten Fachleute der Stadtwerke Northeim (SWN). 

Meilensteine der Wärmeplanung

Die Erstellung der Wärmeplanung umfasst mehrere Phasen – von der Bestandsaufnahme über die Potenzialanalyse bis hin zum Maßnahmenkatalog. 

Zum Start des Prozesses wurde zunächst das gesamte Stadtgebiet systematisch betrachtet. 

Der Wärmeplan für die Stadt Northeim umfasst folgende Punkte:

  • Woher kommt die Wärme heute – und welche Quellen sind künftig möglich?
  • Welche erneuerbaren Energien lassen sich in der Region nutzen?
  • Welche Möglichkeiten zur Energieeinsparung existieren?


Basierend auf diesen Ergebnissen werden Zukunftsszenarien und eine Umsetzungsstrategie abgeleitet:  

  • Wo lohnt sich der Einsatz dezentraler Technologien wie Wärmepumpen, wo evtl. der Ausbau von Wärmenetzen?

Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger

Bei der zukunftsweisenden Wärmeplanung setzt die Stadt Northeim auf die aktive Mitwirkung von Bevölkerung, Wirtschaft und Institutionen.

Gelegenheit dazu gaben auch zwei Informationsveranstaltungen am 03.03.2026 und am 06.05.2026 in der Stadthalle Northeim. Zudem gab es im Mai 2026 im Rahmen einer öffentlichen Auslegung des kommunalen Wärmeplans die Möglichkeit, sich zu beteiligen.

Mehr über die Wärmeplanung in Northeim erfahren

Informationen auf der Website der Stadt Northeim

Auf der Internetseite der Stadt Northeim unter www.northeim.de wird über die wesentlichen Projektfortschritte und Hintergründe informiert. 

In der Rubrik »Wirtschaft - Bauen - Umwelt« wird auch der vorläufige Bericht zur kommunalen Wärmeplanung zum Nachlesen bereitgestellt. 

Erste Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse wurden bereits im März dieses Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt – diese sind ebenfalls auf der städtischen Website zu finden.