Neue 80 Tonnen schwere Schaltstation am Autohof
29.09.2026
Erweiterung des Stromnetzes am Northeimer Autohof Westerlange
Das Gebiet rund um den Autohof Westerlange in Northeim entwickelt sich zunehmend zu einem für die Region bedeutenden Energieknotenpunkt, an dem leistungsfähige Netzinfrastruktur, Energieverteilung, erneuerbare Energien sowie Elektromobilität sinnvoll miteinander verknüpft werden.
In naher Zukunft bereits sollen zusätzliche Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge in Betrieb genommen werden. Dafür investieren die Unternehmen Aral pulse und die Stadtwerke Northeim (SWN) insgesamt rund eine Million Euro. Allein für den Ausbau der örtlichen Energieinfrastruktur tragen die SWN als lokaler Netzbetreiber einen Anteil von mehr als 650.000 Euro. Die Investition stärkt sowohl die Verkehrswende entlang der A7 als auch den Wirtschafts- und Energiestandort Northeim.
Durch die umfangreiche Maßnahme kann das seit längerer Zeit vorhandene Angebot an sogenannten herkömmlichen „Stromtankstellen“ sowie Schnellladeeinrichtungen für Elektroautos auf dem Areal nahe der A7-Anschlussstelle Northeim-Nord ausgedehnt werden. Zudem werden auf dem Grundstück erstmals Lademöglichkeiten für E-Lkw geschaffen. Die Möglichkeiten hierzu sind entlang der Bundesautobahn und der Bundesstraße zwischen Göttingen und Hannover momentan noch gering.
Voraussetzung für die erfolgreiche Initiierung und Durchführung des Zukunftsprojekts ist die Erweiterung des 20-kV-Mittelspannungsnetzes der Stadtwerke Northeim.
Das Herzstück dieser Maßnahme bildet eine neue Selektivstation mit leistungsfähiger Mittelspannungsschaltanlage. Diese Schaltstation ist rund 9 Meter lang, 3,5 Meter breit und 80 Tonnen schwer. Mithilfe eines 250-Tonnen-Mobilkrans wurde die außergewöhnliche Anlage an ihrem künftigen Standort auf dem Autohof aufgestellt.
Durch den Ausbau des SWN-Stromnetzes steigt die Netzkapazität deutlich: Wurde der Standort für ein multifunktionales Servicezentrum für Reisende und den Logistiksektor noch mit 4 Megawatt (MW) Anschlussleistung erschlossen, erhöht sich die verfügbare Leistung nun auf rund 9 MW. Die Planungen reichen jedoch bereits weiter: Mit Blick auf die Entwicklung des Gebietes ist langfristig von einer erneuten Verdoppelung der verfügbaren Netzkapazität auszugehen.
Dies verdeutlicht die erheblichen Investitionen sowie den technischen und planerischen Aufwand, die der Ausbau moderner Ladeinfrastruktur erfordert.
Im Zusammenspiel von bereits realisierten sowie noch angestrebten Photovoltaikanlagen kann die regional erzeugte Energie effizient für Elektromobilität genutzt werden.