Wasser FAQ
Einige Anfragen von unseren Kunden wiederholen sich in regelmäßigen Abständen. Wir haben für Sie an dieser Stelle die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Wasser zusammengestellt. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, rufen Sie uns unter der Telefonnummer (05551) 6005-0 an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Wie ist die Wasserhärte in Northeim?
Seit 2007 sind die Härtebereiche von Wasser an europäische Standards angepasst. Die Angabe "Grad deutscher Härte" (°dH) wurde durch "Millimol Calciumcarbonat je Liter" ersetzt. Ferner wurden die früher bekannten Härtebereiche 1 und 2 durch die Beschreibungen "weich" und "mittel" ersetzt und die alten Bereiche 3 und 4 zum Härtebereich "hart" zusammengelegt.
Die neuen Härtebereiche sind wie folgt definiert:
- Härtebereich "weich"
weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht 8,4 °dH) - Härtebereich "mittel"
1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht 8,4 bis 14 °dH) - Härtebereich "hart"
mehr als 2, 5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht mehr als 14 °dH)
Das Trinkwasser in der Kernstadt Northeim sowie in den Ortsteilen Berwartshausen, Bühle, Denkershausen, Edesheim, Hammenstedt, Hillerse, Höckelheim, Hohnstedt, Hollenstedt, Imbshausen, Lagershausen, Langenholtensen, Schnedinghausen, Stöckheim und Sudheim entspricht demnach dem Härtebereich „hart“ (Stand dieser Angaben: Januar 2011)
Woher kommt das Northeimer Wasser?
Die Brunnen, mit denen das Northeimer Wasser aus bis zu 75 Meter Tiefe gefördert wird, befinden sich in Wasserschutzzonen mit den höchsten Anforderungen (Schutzzone 1).
Aus welchen Bestandteilen setzt sich der Wasserpreis zusammen?
Der Wassertarif setzt sich aus dem Arbeitspreis und dem Verrechnungspreis zusammen. Der Arbeitspreis ist das Entgelt für jeden von Ihnen abgenommenen Kubikmeter (m³) Wasser. Der Verrechnungspreis ist das Entgelt für die Kosten der Messeinrichtung, der Ablesung, der Verrechnung und des Inkassos.
Wo erhalte ich im technischen Notfall schnelle Hilfe?
Unser Bereitschaftsdienst ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr für Sie da. Rufen Sie einfach an! Telefon (05551) 6005-0.
Wie hoch ist der Wasserverbrauch?
Der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Person liegt in Northeim bei 125 Liter pro Tag.
Darf ich mit dem Trinkwasser aus Northeim Babynahrung zubereiten?
Selbstverständlich, ganz ohne Bedenken. Es besteht keine Gefahr für die Gesundheit Ihres Kindes, wenn Sie Speisen und Getränke mit unserem Trinkwasser zubereiten.
Ist der Kalk im Wasser nicht schädlich für mich?
Auf den ersten Blick scheint der hohe Härtegrad kein schmeichelhaftes Ergebnis für das Northeimer Trinkwasser zu sein. Doch Finnische Wissenschaftler haben eine äußert interessante Entdeckung gemacht. Sie fanden heraus, dass die Infarktgefahr um ein Prozent sinkt, wenn die Wasserhärte um ein Grad steigt.
In der Münchener Zeitschrift „Ärztliche Praxis" (Ausgabe Januar 2004) wurde berichtet, dass die Forscher das Land in 100 Quadratkilometer große Parzellen aufteilten. Dann ordneten sie die Daten von knapp 19 000 Männern, die zwischen 1983 und 1993 einen Herzinfarkt erlitten hatten, den einzelnen Gebieten zu. Tatsächlich zeigte sich eine umgekehrte Beziehung zwischen Infarktzahlen und Wasserhärte: Je härter das Wasser, desto niedriger fiel das Infarktrisiko aus.
Dies unterstützt die von Medizinern bereits lange geäußerte Aussage, „insbesondere hartes, kalkhaltiges Wasser ist gesund!" Der Grund dafür: Kalkhaltiges Wasser enthält wichtige Mineralien.
Wie hoch ist der Wasserdruck im Haushalt?
Der Wasserdruck im Haushalt sollte zwischen 3-5 bar betragen.
Der Nitratgehalt beträgt 18,1 Milligramm/l. Der Grenzwert beträgt 50 Milligramm/l. Dieser Wert ist für den menschlichen Genuss unbedenklich. Das gilt auch für Babys und Kleinkinder.
Ist Mineralwasser gesünder als Trinkwasser?
Nein, Mineralwässer können im Gehalt der Mineralstoffe sehr unterschiedlich sein. Für gesunde Menschen sind sie unproblematisch. Bei bestimmten Krankheiten, wie zum Beispiel Bluthochdruck, sollte man auf einen niedrigen Natriumgehalt achten und die Marke öfter mal wechseln. Hohe Sulfatgehalte wirken abführend und sind für Kinder nicht geeignet. Trinkwasser kann man so viel trinken, wie man will.
Manchmal riecht das Wasser nach Chlor, ist trüb oder hat bräunliche Färbung, woran liegt das?
Das kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Wenden Sie sich deswegen bei Reklamationen bitte an unseren Bereitschaftsdienst, Tel: (05551) 6005-0
Im Wasser sind doch bestimmt schädliche Keime und Krankheitserreger, was kann ich dagegen tun?
Nein, Trinkwasser enthält keine schädlichen Keime. Darauf können Sie sich verlassen. In unserem Labor werden täglich viele Wasserproben untersucht.
Muss ich mein Wasser zur Verbesserung filtern?
Nein, das ist nicht nötig. Trinkwasser kann so, wie es aus der Leitung kommt, getrunken werden. Filter, die nur zeitweilig verwendet werden, können verkeimen.
Kann ich nicht mehr benötigte Arzneimittel in der Toilette entsorgen?
Nein! Altmedikamente sowie nicht infektiöse bzw. desinfizierte Gegenstände wie Einweghandschuhe, Infusionsschläuche, Tupfer und Verbände gehören in die Restmülltonne. Die Verpackungen werden getrennt entsorgt (Altglas, Altpapier, gelber Wertstoffsack).
Hinweis: Arzneimittel werden in vielen Apotheken angenommen. Achten Sie bei der Entsorgung darauf, dass ein Missbrauch z. B. durch Kinder ausgeschlossen ist.
Ist bei Waschmitteldosierung etwas zu beachten?
Grundsätzlich gilt: Je weicher das Wasser ist, desto weniger Waschmittel soll verwendet werden. Die Waschmitteindustrie ist nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln (Waschmittelgesetz) verpflichtet, bei phosphathaltigen Wasch- und Reinigungsmitteln abgestufte Dosierempfehlungen für die Wasserhärtebereiche 1 bis 4 anzugeben und diese auf den Verpackungen deutlich sichtbar aufzudrucken.
Ist die Kenntnis der Wasserhärte wichtig?
Die Wasserhärte ist für das Waschen von Bedeutung: Die Härtebildner verringern die Waschkraft von Waschmitteln. Die Auswirkung der Wasserhärte wird deshalb von den meisten Waschmitteln durch die Zugabe von Phosphaten gemildert. Phosphate haben allerdings den Nachteil, dass sie die Flüsse und Seen mit Nährstoffen „überdüngen". Dadurch kommt es häufig zu übermäßigen Wachstum von Algen und Plankton, die später absterben, dem Flusswasser Sauerstoff entziehen und schädliche Zersetzungsprodukte bilden. Durch richtige Waschmitteldosierung, die abhängig ist von der jeweiligen Wasserhärte, kann ein wichtiger Beitrag zum Gewässerschutz geleistet werden.
Ist die Enthärtung des Trinkwassers notwendig?
Grundsätzlich ist festzustellen, dass das von der SWN an die Verbraucher gelieferte Wasser in seiner Eigenschaft als Lebensmittel keiner Enthärtung bedarf. Unser Trinkwasser entspricht den gesetzlichen Bestimmungen (z. B. Trinkwasserverordnung, Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz) und den Güteanforderungen der anerkannten Regeln der Technik. Zur Sicherung dieser Vorgaben wird es nicht nur durch uns, sondern auch im Rahmen der staatlichen Gesundheitsaufsicht durch das Wassertechnologische Institut GmbH an der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel eingehend und regelmäßig untersucht und benötigt für Trink- und Kochzwecke keinerlei weitere Behandlung. Das Institut, das in Northeim ein Labor betreibt, ist eine nach § 19 (2) der Trinkwasserordnung von Niedersächsischen Sozialministerium zugelassene Untersuchungsstelle und arbeitet mit dem Northeimer Gesundheitsamt eng zusammen.
Was mache ich bei einem Wasserrohrbruch?
Liegt ein Wasserrohrbruch im Straßen- oder Hausanschlussbereich vor, wenden Sie sich bitte an unseren Bereitschaftsdienst unter der
Rufnummer (05551) 6005-0.
Liegt ein Wasserrohrbruch nach dem Hauptwasserhahn im Gebäude vor, stellen Sie am Hauptwasserhahn das Wasser ab und verständigen Sie Ihren Installateur.
