Strompreisänderung zum 01. Januar 2010
Kunden der Northeimer Stadtwerke (SWN) müssen im kommenden Jahr für ihre Stromrechnung durchschnittlich sechs Prozent mehr aufwenden. Dennoch bietet das Unternehmen weiterhin faire Strompreise, die zu den besten in der Region gehören: „Auch wenn andere Versorger die Preise aktuell noch nicht erhöhen, heißt das nicht, dass diese damit auch preiswerter sind“, zeigt die SWN auf und appelliert, Preise und Konditionen aufmerksam zu vergleichen.
Die Gründe für die angekündigte Preisanpassung sind gestiegene Stromgroßhandelspreise während der Beschaffungsphase sowie die starke Erhöhung der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Im Jahr 2009 lag diese durchschnittlich bei etwa 1,2 Cent netto je Kilowattstunde (kWh), zum 1. Januar 2010 steigt die EEG-Umlage um rund 0,8 Cent netto auf 2,047 Cent netto je kWh.
Für die mehr als 12.000 Haushalts- und Kleingewerbekunden der SWN bedeutet dies, dass zum 1. Januar 2010 der Arbeitspreis insgesamt um 1,1 Cent netto beziehungsweise rund 1,31 Cent brutto je kWh Strom steigen wird. Die Grundpreise bleiben unverändert bestehen.
Die Stadtwerke Northeim machen deutlich, dass nicht die Versorgungsunternehmen allein für Preiserhöhungen verantwortlich zu machen sind. Sowohl vom Gesetzgeber als auch in der Gesellschaft werde der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien gefordert. Dies ist zwar wichtig und richtig - hat allerdings auch seinen Preis, so die SWN.
Für einen Drei-Personen-Durchschnittshaushalt mit einem mittleren Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) im Jahr beträgt die Stromrechnung im Grundversorgungstarif im kommenden Jahr 819,32 Euro, mit der günstigeren Sondervereinbarung NOMstrom werden dafür 777,62 Euro von der SWN berechnet. Gegenüber diesem Jahr beträgt die monatliche Mehrbelastung rund 3,80 Euro, davon allein etwa 2,80 Euro nur für die Erhöhung der EEG-Umlage.
Für das Jahr 2010 sichert die SWN ihren Kunden einen gleichbleibenden Strompreis zu, sofern es keine gesetzlichen Änderungen gibt, die die Stadtwerke dann weitergeben müssten.
Bei Fragen zu den Produkten steht das Kundenserviceteam (Telefon 05551/6005-540) gerne zur Verfügung. Außerdem sind Informationen im Internet auf der Homepage der Northeimer Stadtwerke veröffentlicht.
Hintergrundinformationen Strompreis
Der Strompreis setzt sich aus mehreren Kostenbestandteilen zusammen. Die Strombeschaffung, der Vertrieb und der Service bestimmen den Strompreis der privaten Haushalte zu etwa einem Drittel. Durch die Bundesnetzagentur regulierte Netzentgelte betragen knapp 25 Prozent. Ein wesentlicher Anteil sind jedoch die staatlichen Belastungen: Fast 40 Cent von jedem „Strom-Euro“ verschlingen Mehrwertsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe sowie die Umlagen aufgrund des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWK) und des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).
Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird den Produzenten von Strom aus Wind, Solar oder Biomasse eine feste Vergütung zugesichert. Weil diese höher ist als der Marktpreis im Stromgroßhandel, werden die Mehrkosten den Verbrauchern als EEG-Umlage in Rechnung gestellt. Diese steigt, weil immer mehr Windräder oder Solaranlagen installiert werden. Zudem müssen die EEG-Kosten auf einen durch die Wirtschaftskrise bundesweit gesunkenen Stromabsatz aufgeteilt werden.
Den Vorgaben des Gesetzgebers entsprechend wird im kommenden Jahr nun erstmals eine bundesweit einheitliche EEG-Umlage erhoben. Dies bedeutet, dass Stromkunden sich im Jahr 2010 mit 2,047 Cent (2009: Ø rund 1,17 Cent) für jede abgenommene Kilowattstunde an der Förderung erneuerbarer Energien beteiligen. Das sind rund 75 Prozent mehr als noch in diesem Jahr.
